Swakopmund
Sowohl architektonisch als auch sprachlich sind in Swakopmund die
deutschen Wurzeln
unverkennbar. Noch haben viele Straßen und Gebäude deutsche Namen, sie werden jedoch nach und nach umbenannt. Die meisten Hotels und Pensionen lassen den Besucher eher an ein Nordseebad denken als an Afrika. Auch die Restaurantszene (in den vergangenen Jahren allerdings zunehmend „internationalisiert“) zeigt z. T. deutlich deutsche Bezüge. Und auch die kühlen Morgen- und Abendtemperaturen, oft von Nebel begleitet, verwirren den Besucher und lassen Zweifel an Afrika aufkommen, wären da nicht die Palmen ...
So ist Swakopmund ein Erlebnis für sich, eben ein
Stückchen koloniales Erbe
und ein afrikanisches Unikum. Als
Badeort
kommt das Städtchen den hitzegeplagten Namibiern vor allem in den Sommerferien gelegen, wenn es im Binnenland brüllend heiß ist. Dann tun die Nordseetemperaturen gut.
Tipps:
• Übernachtungen je nach Geldbeutel im Swakopmund Hotel & Entertainment Centre, Hansa Hotel, Hotelpension Adler, Hotelpension Deutsches Haus, Hotel-Pension D’Avignon. Besonders preiswert: die Ferienhäuschen der Stadtverwaltung
• Restaurants: Platform One Restaurant (Swakopmund Hotel & Entertainment Centre), De Kelder Restaurant, Kücki’s Pub, Erich’s Restaurant
• Tagessafaris: in die umliegende Wüste und nach Sandwich Harbour
• Flugsafaris: Wer’s sich leisten kann, sollte einmal über die grandiosen Landschaften fliegen! Insbesondere Flüge zum südlichen Teil der Küste (Schiffswracks) und übers Sossusvlei mit Pleasure Flights bieten grandiose Erlebnisse und Aussichten!
• Auf eigene Faust: Welwitschia Drive und Ausflug nach Cape Cross (Robben)
• In der Stadt: Besuch des Swakopmunder Museums sowie „architektonischer Stadtrundgang“, Sonnenuntergang an der Mole
Der Überseebesucher ist gut beraten, von Swakopmund als Badeort nicht allzu viel zu erwarten, denn die Strände sind wahrhaftig nicht traumhaft und tropisch. Und in den Zeiten zwischen April und November ist Baden nur für ganz Hartgesottene ein Vergnügen. Zu empfehlen ist Swakopmund dagegen als Ausgangsort für einige interessante Safaris und Ausflüge, so z.B. nach
Sandwich Bay, zur Robbenkolonie Cape Cross
oder in die hinter der Stadt liegende Wüste.
Überblick
Swakopmund ist kulturell und architektonisch in ganz besonderem Maße durch die
deutsche Kolonialzeit geprägt
. Die Straßen sind ausgesprochen breit angelegt – ein geschichtliches Relikt, denn die Ochsenwagen sollten wenden können! Effekt: Der Kleinstadt geht dadurch etwas an Gemütlichkeit verloren. Die Straßen trugen bis vor einigen Jahren deutsche Namen. Im Zuge der „Afrikanisierung“ werden ...mehr
Sehenswertes – empfehlenswerter Rundgang
• Swakopmunder Museum
Den Besuch des Museums dürfen Sie keineswegs versäumen. Seine Entstehung ist dem unermüdlichen Einsatz von Dr. A. Weber zu verdanken, der es 1951 gründete. Die naturwissenschaftliche Sammlung stellt den Gegensatz zwischen der Namib und dem Meer didaktisch hervorragend heraus. Sehenswert ist ebenso die Mineraliensammlung wie auch die historische und die völkerkundliche Ausstellung. In besonderer Weise wurde auch auf die Bedeutung des Transportwesens eingegangen: So ist hier ein Original-Ochsenwagen zu sehen, der vor über 100 Jahren zwischen Angola und Grootfontein verkehrte. Auf das kulturelle Leben der Einheimischen wird in einer liebevollen Sammlung von alten Musikinstrumenten, Schnitzereien und Haushaltsgeräten eingegangen. Zum Anlass des 50-jährigen Jubiläums wurde im Jahre 2001 ein neuer Trakt eröffnet, der sich schwerpunktmäßig den verschiedenen Kulturen Namibias widmet.
• Leuchtturm
Das unübersehbare Wahrzeichen der Stadt, 21 m hoch, wurde 1902 erbaut und 1910 noch mal erhöht. Die Anlage um den ...mehr
Von Swakopmund zur Skelettküste
Die Strecke von Swakopmund nordwärts nach Terrace Bay führt zunächst durch das National West Coast Recreation Area, nördlich des Ugab-Flusses in den Skeleton Coast National Park. Landschaftlich gesehen ist dieser Abschnitt sehr ...mehr
Textauszug aus Iwanowski’s Reisehandbuch: Namibia, 978-3-933041-42-5, EUR 25,95. © Iwanowski Verlag, Michael Iwanowski

