Flora & Fauna
Entsprechend der Klima- und Reliefgliederung in größere Landschaftseinheiten ergibt sich auch fast deckungsgleich eine Unterteilung der Pflanzen- und Tierwelt Namibias.
Lebensräume, wie Savanne, Halbwüste und Wüste
, können als erste genannt werden.
Bei näherer Betrachtung lässt sich die Grenze zweier Florenregionen feststellen, die Namibia in eine Sudan- Sambesische Region und in eine Karru-Namibische Region unterteilt. Dieser Grenzverlauf von NW nach SO trennt die subtropischen Wüsten- und Halbwüsten-Formationen der westlichen und südlichen Landesteile von den randtropischen Savannenformationen im Osten, im Zentrum und im Norden des Landes.
Entsprechend dem Feuchtigkeitsgrad sind zwei Drittel des Landes mit Savannen bedeckt.
Im Norden findet man lichte bis geschlossene Savannenwälder mit einem dichten bis lockeren Grasbestand. Einzelne Pflanzengemeinschaften treten gemischt oder in charakteristischen Kombinationen auf. Als Leitpflanzen sind im Nordwesten (östliches Kaokoveld) der Mopane-Baum (Colophospernum mopane), im Norden der Sandveld-Mahagoni-Baum (Burkea africana) und der Kiaat- Baum (Pterocarpus angolensis) sowie die Palmen Hyphaene ventricosa oder Phoenix reclinata zu nennen. An trockenen Standorten sind die Affenbrotbäume (Baobab oder Adansonia digitata) zusammen mit Akazien (z.B. mit Acacia albida) zu finden.
Während der Trockenzeit kann sich das Wild vom Laub und den Früchten der Bäume ernähren. Die Reste von Galeriewäldern nahe den Grenzflüssen u.a. mit den mächtigen wilden Feigenbäumen (Ficus sycomorus) werden besonders gern aufgesucht; manche, wie z.B. in Ostokavango (Mahango-Wildreservat) oder in Caprivi, haben ständig einen hohen Tierbestand.
Da wegen der Mächtigkeit der Kalahari-Sande (stellenweise über 300 m) oberflächennahes Wasser selten ist, sammelt sich das Wild auch an den
Wasserlöchern
in Senken (Vleis), Pfannen und Trockenfluss-Niederungen. Durch Ausnutzung einer lokalbedingten Bodenfeuchte treten hier noch Pflanzengesellschaften auf (Einzelbäume, Sträucher und Gräser), die vom Durchschnittsbild der Vegetation der jeweiligen Zone abweichen (Ansätze eines Galeriewaldes).
Eingebettet in die Savannenformationen Nordnamibias liegt die Etosha-Salzpfanne. Der gleichnamige Nationalpark ist heute die Heimat der afrikanischen Großtiergemeinschaften, wie Elefanten, Nashörner, Giraffen, Zebras, Gnus nebst Antilopen und den Raubtieren: Löwen, Geparde und ...mehr
Textauszug aus Iwanowski’s Reisehandbuch: Namibia, 978-3-933041-42-5, EUR 25,95. © Iwanowski Verlag, Michael Iwanowski


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